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Berichterstattung über Bundesradio

Wir denken, dass schon der eine oder andere auf dem einen oder anderen Medium über das Bundesradio Wahlstudio berichten möchte und wir wollen Euch da auch gleich das passende Tagwerkzeug in Hand geben. Bitte macht Eure Posts mit #bundesradio kenntlich, das macht die Sache einfacher.

Längere Berichte in Text, Bild und Ton packen wir dann auch gerne in unseren Pressespiegel, der selbstverständlich auch Blogs und sonstige sich als Presse verstehende Medien umfassen soll. Hinweise auf Berichte zu Bundesradio nehmen wir gerne in den Kommentaren entgegen. Sollten noch Interviews mit uns über das Projekt gemacht werden packen wir den auch noch in den Podcast Feed.

Wir wollen uns auch schon mal vorab für die große Unterstützung bedanken. Über Spenden sind jetzt gut 1500 EUR zusammengekommen und wir denken, nachdem wir auch noch ein paar andere Kosten durch freundliche Leihgaben haben senken können, dass wir damit auch so Pi mal Daumen über die Runden kommen dürften.

Wir freuen uns, dass unsere Idee auf so fruchtbaren Boden stößt und blicken jetzt genauso gespannt auf unseren Wahlsonntag wir Ihr. Ob und wie es dann weitergeht werden wir danach sehen.

Bundesradio bei Trackback

Heute waren Philip und Tim kurz zu Gast bei der Sendung Trackback auf Fritz und haben mit dem Moderator Holger Klein über unser Projekt geredet. Dabei stellen wir noch mal kurz und knackig vor, was wir vorhaben.

Wir dachten, wir werfen die Aufzeichnung des Gesprächs hier mal kurz in den Podcast, wo wir ja nichts anderes bieten können derzeit :)

 
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Flyer für den Wahlsonntag

Für den Wahlsonntag im Betahaus wurde ein schicker Flyer gebastelt. Den wollen wir Euch nicht vorenthalten.

wahlsonntag-medium

Wir hoffen natürlich nicht nur auf Zuhörer und Zuschauer im Netz (trotz des Namens wird die Sendung ja in Ton und Bild übertragen), sondern auch auf zahlreiche Besucher vor Ort. Wer kommt?

Pressemitteilung Atom & Bits Festival

Das Atom & Bits Festival, zu deren Abschluss wir am 27. September unser Wahlstudio veranstalten, hat eine offizielle Pressemitteilung (PDF) veröffentlicht und wir freuen uns, dass wir im Zeitplan mit erwähnt sind.

Wir möchten noch anfügen, dass unser Wahlstudio unabhängig vom Festival agiert und auch nicht von deren Sponsoren profitieren. Nur damit es zu keinen Mißverständnissen kommt.

Spenden für das Wahlstudio

Wir freuen uns sehr über das teils ermutigende, teils kritische Feedback zu unserem Projekt. Über die Kommentare und andere Kanäle gab es einige Spendenangebote und die Überlegung, doch statt einer Finanzierung durch eine Stiftung oder andere Organisation ganz auf Spenden der Hörer zu setzen und das Projekt darüber zu finanzieren.

Wir haben das diskutiert, sind aber aus verschiedenen Gründen noch der Meinung, dass wir das Projekt nur mit einer soliden Finanzierung starten möchten und nicht von einem unregelmäßigen Spendenfluss abhängig machen wollen. Die Umsetzung von Bundesradio erfordert hohen Zeitaufwand und einige Investitionen, da wäre uns eine gewisse Planungssicherheit ganz lieb.

Nach Veröffentlichung der ersten drei Folgen steht jetzt allerdings das Wahlstudio im Mittelpunkt als nächstes Experiment. Das kostet in der Tat ein bisschen Geld, da wir vor Ort ein kleines Studio und Publikumsbereich aufbauen und dafür kräftig Technik auffahren, die teilweise geliehen werden muss.

So konnten wir nicht die komplette Technik umsonst auftreiben und müssen sie offiziell ausleihen (v.a. Video-Mixer, Audio-Mischpult, Beschallung im Betahaus, Monitorboxen etc.). Außerdem müssen wir unser sehr engagiertes und wochenlang für lau arbeitendes Team am 27. September den Tag über verpflegen.

Auch der Kleinkram summiert sich: Von Batterien für die Funkstrecken bis zum “Wahlstudio”-Banner: alles kostet ein paar Euro. Alles in allem dürften daher gut 3000 Euro zusammenkommen, die wir für die kostenlos übertragene, werbefreie Veranstaltung aufwenden müssen.

Wir haben daher eine Spendenmöglichkeit via PayPal eingerichtet. Wenn Ihr Euch an den Kosten beteiligen wollt, klickt bitte auf den Spenden-Knopf. Auch kleine Beträge helfen. Wir werden Euch über den Spendenstand informieren und werden für den Fall das der gesamte Betrag zusammenkommt die Spendenaktion auch gleich wieder stoppen. Das Geld kommt ausschliesslich für die Kostendeckung des Wahlstudios zum Einsatz.


Hinweis: das PayPal-Konto identifiziert sich als “Philip Banse / Kuechenradio.org”. Die Spende wird aber trotzdem nur dem Bundesradio Wahlstudio zugeordnet :)

Aber auch wer uns kein Geld geben kann oder will kann uns unterstützen. Spread the word. Folgt uns auf Twitter und bleibt uns generell gewogen. Spart auch nicht an weiteren Kommentaren zu den Sendungen oder dem Konzept als solchem und auch nicht an Kritik. Wir lesen alles und schenken jeder Anregung Aufmerksamkeit.

Tim und Philip sagen: 1000 Dank!

PS Wenn Ihr PayPal nicht traut oder aus anderen Gründen nicht nutzen wollt, schickt eine Mail an uns, dann schicken wir Euch die Kontodaten: bundesradio@googlemail.com.

BR003 Höchstspannungsnetze

Die dritte und vorerst letzte Ausgabe von Bundesradio ist ein längeres Interview im Rahmen der öffentlichen Anhörung des Wirtschaftsausschusses, die sich mit dem geplanten Gesetz zum Ausbau der Höchstspannungsnetze in Deutschland beschäftigt.

Wir sprechen mit Prof. Dr.-Ing. habil. Bernd R. Oswald, der in dieser Anhörung als unabhängiger Experte geladen wurde, über das Wesen von Hochspannung, dem Bedarf für eine neue gesetzliche Regelung in Deutschland und die unterschiedlichen Auffassungen der Netzbetreiber.

Diese Ausgabe von Bundesradio steht stellvertretend für die Idee, direkt von öffentlichen Ausschussitzungen über entsprechend aktuelle Gesetzesinitiativen zu berichten und sie inhaltlich vor Ort zu diskutieren.

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BR002 Rundgang durch den Bundestag

Die zweite Sendung von Bundesradio ist ein Rundgang durch den Bundestag. Geleitet von Karin Felix, die seit langer Zeit Besucher durch den Reichstag führt.

Wir stiefeln durch die heiligen Hallen, angefangen im Paul-Löbe-Haus einmal rund herum, reden mit Bundestags-Polizisten und stellen Fragen zu den unterschiedlichen Räumen und Bereichen und werden von Frau Felix mit Hintergründen und Anekdoten versorgt.

Die Sendung ist der Versuch, ein Gefühl vom “Raum” zu vermitteln. Es wäre hier wohl zu überlegen gewesen, ein Videoformat draus zu machen. Aber vielleicht funktioniert es ja auch als Audiotour. Ihr entscheidet.

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BR001 Bundestagsverwaltung

In unserer ersten richtigen Sendung für Bundesradio – aufgenommen am 14. November 2008 im Bundestag – sprechen wir mit Ministerialdirigent Dr. Helmut Winkelmann aus der Abteilung “Parlament und Abgeordnete” und dort Leiter der Unterabteilung “Parlamentsdienste”. Er ist seit langer Zeit in der Bundestagsverwaltung tätig und antwortet uns umfangreich zum Hintergründen und Abläufen im täglichen Geschäft des Bundestags.

In dem längeren Gespräch werden eine Reihe von Themen angesprochen. Unter anderem wird erläutert, wie die Bundestagsverwaltung aufgestellt ist und wie die direkte Unterstützung des Parlaments und der Ausschüsse aussieht. Wir sprechen darüber, wie Gesetzesinitiativen auf den Weg gebracht werden und welche Schritte nötig sind, bis daraus wirklich ein Gesetz wird. Wir reden über Mitbestimmungsmöglichkeiten und wie Bürger an dem Prozess teilnehmen können.

Die Sendung ist für uns ein typisches Beispiel für ein Hintergrundgespräch, das sich auf die Struktur des Politikwesens konzentriert, ohne selbst politische Inhalte anzusprechen. Diese Gespräche sollen ein Verständnis für den Aufbau des politischen Systems liefern, das wir als eine Voraussetzung erachten, um selbst mitspielen zu können.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (102 Stimmen, durchschnittliche Wertung: 4.66 von 5)
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BR000 Nullnummer

Wie in unserem einführenden Blogpost schon angedeutet haben wir unsere Gedanken zu diesem Projekt, wie es sich für einen Podcast gehört, einfach mal eingesprochen und die Aufzeichnung dient damit offiziell als wortwörtliche Nullnummer dieses Podcasts.

In den nächsten Tagen werden wir dann sukzessive die bislang produzierten drei weiteren Sendungen hier veröffentlichen.

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Das Märchen vom Bundesradio

[Wer sich diese kleine Geschichte nicht durchlesen, sondern sich lieber anhören möchte, sollte sich unseren ersten Podcast-Eintrag herunterladen: BR000 Nullnummer.]

Das Wichtigste gleich zuerst: Bundesradio ist ein Experiment. Nicht mehr, nicht weniger.

Vor ungefähr einem Jahr kamen wir – Tim Pritlove und Philip Banse – auf die Idee, einen neuen Podcast zu starten, der sich einem Thema widmet, das in traditionellen Medien oft behandelt wird, als wüßten alle, wovon sie reden: der Bundespolitik.

Wir haben uns beide aus unterschiedlichen Richtungen dem Reichstag genähert. Tim hat mit seinem Hintergrund beim Chaos Computer Club und seiner Arbeit für Chaosradio und vor allem Chaosradio Express immer wieder netzpolitische Themen behandelt. Philip ist als freier Journalist vor allem für den Deutschlandfunk viel im Bundestag unterwegs.

Doch jeder von uns hat das Gefühl, mit seinem Format Politik nur von einer Seite beleuchten zu können. Wir wollen wissen, wie sie sich anfühlt, wie sie riecht und vor allem: wie das politische System funktioniert. Philip hatte diffuse Ideen, Tim lieferte per Chaosradio Express die Folge “Politik für Anfänger”, das passte. Wir wollten mal anders an den Reichstag ranpirschen und bastelten fleißig an einem Konzept. Drüber stand: Bundesradio.

Die Idee war eigentlich ganz einfach: Wir latschen in den Bundestag (und andere Orte im Regierungsbezirk) und berichten von innen. Wir befragen, hinterfragen, erläutern und erklären, wie der Maschinenraum unserer parlamentarischen Demokratie funktioniert und versuchen klarzumachen, wo jeder ein paar Zahnräder drehen kann.

Wir wollten Ausschusssitzungen besuchen, Verwaltungsmenschen befragen, das politische Geschehen und den ganzen Klimbim herum analysieren, die Akteure portraitieren.

Aber es gab natürlich einige Probleme: Das Ganze würde sehr viel Zeit und daher eine Menge Geld kosten. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viel Arbeit Bundesradio tatsächlich erwartet, entschlossen wir uns, einfach mal anzufangen. Am Ende hatten wir drei Sendungen produziert, die seitdem auf Halde lagen. Mit den Sendungen sind wir zu verschiedenen Institutionen, Stiftungen und sonstigen Menschen gelaufen, um zu schauen, ob wir für die Idee (finanzielle) Unterstützung bekommen können. Das Ganze war sehr zäh und am Ende kam nichts so recht voran.

Unsere Stärken liegen nicht im Fundraising und so machen wir, was man im Netz halt so macht, wenn’s richtig toll werden soll: Bundesradio geht online “as is” und wir gucken, was passiert. Das ist Stand heute. Wenn ihr also diesen Podcast abonniert, werdet ihr in den kommenden Tagen diese ersten drei Folgen herunterladen und anhören können. So weit, so gut.

Seit das Konzept “Bundesradio” die Welt erblickte, hat sich einiges verändert. Der Protest gegen das Zensurerleichterungsgesetz hat die Netzgemeinde in einer Form politisiert und mobilisiert, wie es vor 12 Monaten so nicht absehbar war. Politik ist auf einmal wieder ein Thema, und Phänomene wie die Piratenpartei künden von einer großen Bereitschaft, sich auch selbst einzubringen.

Da wir uns ja auch selbst als Teil dieser Bewegung verstehen, ist für uns eine “neutrale” Position ohnehin schwierig. Das betrifft natürlich auch das Konzept von Bundesradio. Wir sind selbst involviert und würden gerne mehr zum Verständnis von politischen Prozessen beitragen. Neutralität my ass.

Das Wahlstudio

Um zu zeigen, wie Bundesradio aussehen und klingen könnte, haben wir uns entschlossen, anlässlich der anstehenden Bundestagswahl unter dem Label “Bundesradio” eine Sondersendung zu machen: Das “Wahlstudio 2009″ wird eine Live-Sendung in Ton und Bild werden. Am Abend der Bundestagswahl versuchen wir, Hintergründe der politischen Ereignisse aus Sicht von Netzbewohnern zu beleuchten. Das Ganze hat den erwünschten Nebeneffekt, dass wir die ursprüngliche Motivation des Projekts mal offen dokumentieren und die bisher produzierten “Nullnummern” publizieren.

Im Wahlstudio werden wir verschiedene Leute einladen und im Gespräch versuchen, ein Resumé dieses aufgeregten Jahres zu ziehen und die Konsequenzen des Wahlergebnisses zu diskutieren.

Das Wahlstudio wäre nicht möglich ohne die Unterstützung einiger toller Leute, die Bock haben, mal eine ganz andere Berichterstattung aufzuziehen: Die Bundestagswahl aus der Sicht von uns Netzbürgern.

Wir produzieren das ganze quasi mit Nullbudget, und es wird wahrscheinlich eine Menge schief gehen oder zumindest nicht so toll sein, wie wir und Ihr Euch das vielleicht wünschen würdet. Aber der Versuch zählt, und wir sind natürlich auch für jede Unterstützung dankbar, wenn Euch die Idee was gibt.

Das Ganze ist, wir haben es ja schon erwähnt, ein Experiment. Und wir hätten Euch gerne dabei. In den nächsten Tagen und Wochen werden wir schrittweise von unseren Fortschritten und Problemen berichten und zwischendurch nach und nach die drei Nullnummern veröffentlichen.

Am 27. September 2009 werden wir dann – voraussichtlich ab 15 oder 16 Uhr – live aus dem Betahaus in Berlin senden. Dort werden wir im Café im Erdgeschoss eine kleine Bühne aufbauen und die Wahlgeschehnisse begleiten. Ihr könnt also analog dabei sein ;)

Passenderweise schließt das Wahlstudio an die Atom and Bits Konferenz an, so dass wir auf ein bisschen Publikum hoffen. Für alle anderen sind wir natürlich live zu empfangen, und wer sich zur Wahl einschliesst, wird die Sendung später als Podcast abgreifen können.